
Susanne Philippi und Florian Schwarz machen Bücher, die Trier und unsere Welt ein kleines Stück mutiger, bunter und literarischer machen. Und statt darauf zu warten, dass jemand anderes diesen Raum schafft, haben sie ihn selbst gebaut.
Aus einer Idee im Gemeinschaftsbüro wurde der Buchfink Verlag und ein Kinderbuchladen in der Trierer Neustraße, der heute für viele Familien ein zweites Wohnzimmer ist. Zwischen Wimmelbüchern, Jugendromanen, regionalen Herzensprojekten und großen Themen schaffen sie Geschichten, die Kinder stärken und Erwachsene berühren.
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie man einen Verlag gründet, obwohl man eigentlich einen sicheren Job hat und warum man manchmal einfach machen muss, auch ohne Masterplan. Wir sprechen darüber weshalb es ein riesiger Vorteil sein kann, in einer Stadt zu gründen, in der jede:r jede:n kennt. Susanne und Flo erzählen von Ablehnung und Ausdauer, von täglichen Manuskripten und nur sechs Programmplätzen im Jahr. Sie sprechen über die harte Kunst des Nein-Sagens und über die Verantwortung, Ja zu sagen, wenn eine Geschichte wirklich etwas bewegen kann. Und sie sagen einen Satz, der hängen bleibt: Man bereut am Ende die Dinge, die man nicht gemacht hat.
Natürlich geht es auch um Trier: Um eine Stadt, die manchmal zu vorsichtig ist und gleichzeitig so viel Potenzial hat. Um Lesungen, die sich anfühlen wie ein Abend in Berlin, nur persönlicher. Und um die Kraft von zwei Menschen, die nicht warten, bis jemand anderes anfängt, sondern selbst Kultur schaffen.
Diese Folge ist für alle, die eine Idee im Kopf haben und noch zögern. Für alle, die wissen, dass man erst wegziehen muss, um groß zu werden. Und für alle, die wissen: Große Geschichten entstehen da, wo jemand den Mut hat, sie zu erzählen (und zu verlegen!).
Credits:
Host & Idee: Beatrice Linzmeier
Zu Gast: Susanne Philippi & Florian Schwarz
Produktion & Schnitt: Janis May
Studio: Media:forum der Medienanstalt RLP
Original Podcast-Song: Michael Linzmeier via suno.com
Original Podcast-Song Sound & Mastering: Tim Weiss
Cover Foto: Linda Blatzek
